Günther Stern alias Günther Anders

Also sass er
drei Nächte lang und zwei nachtgleiche Tage
am Boden hockend, jedem nach Gebühr
die Ehre zu erweisen. Und verstiess
dann jedes Stück für immer.

[Aus den Tagesnotizen von Günther Anders, zitiert in einem Artikel von Marie Luise Knott über den ersten schriftstellerischen Versuch von Walter Benjamin, FAZ 02.01.10, nicht online.]

[Im März 1948 landen sieben Fässer in der New Yorker Dachmansarde von Günther Stern. Darin persönliche Gegenstände, Briefe, Brillen, Schlüssel und Dokumente seiner Eltern, die diese 15 Jahre zuvor – vor ihrer Emigration – aus Hamburg an ihre neue Adresse verschickten, aber zu ihren Lebzeiten nie erhalten haben. Stern findet darin ein Polterabend-Gedicht, das Walter Benjamin – Sterns Cousin – im Alter von sieben Jahren handschriftlich verfasst hat.]

Link | 4. 01.2010 |