Mick schreibt Andy einen Brief

Das Resultat: Sticky Fingers [Musikbesserwisser im Netz sagen: Sticky Fingers ist aber erst zwei Jahre nach diesem Brief erschienen und war auch kein “Hits Album”. However.]

[via Dr. Gohlkes Facebook via 78s via SwissMiss via Letters of note]

Link | 27. 10.2009 |  

Die Märchenkarriere von Gesundheitsminister Rösler

Bildunterschrift 1:
Dr. Rösler liebt Lakritz. Vielleicht gibt es die Süßigkeit ja bald auf Krankenschein.

Bildunterschrift 2:
Technikfan: Ob Rösler der Kanzlerin wohl Babyfotos auf seinem Blackberry zeigt?

Bildunterschrift 3:
Als Bauchredner mit Puppe “Willy” überzeugte Philipp Rösler schon im Medizinstudium. Heute bringt er seine Zwillinge Grietje und Gesche – sowie Ehefrau Wiebke zum Lachen.

[Quelle: Express]

Link | 25. 10.2009 |  

Was bulgur really necessary?

There were also more contemporary questions, like: What about those cloth diapers? Worth the bother? And was it true that you could still get milk delivered in glass bottles? Were the Boy Scouts O.K. politically? Was bulgur really necessary? Where to recycle batteries? How to respond when a poor person of color accused you of destroying her neighborhood? Was it true that the glaze of old Fiestaware contained dangerous amounts of lead? How elaborate did a kitchen water filter actually need to be? Did your 240 sometimes not go into overdrive when you pushed the overdrive button? Was it better to offer panhandlers food or nothing? Was it possible to raise unprecedentedly confident, happy, brilliant kids while working full time? Could coffee beans be ground the night before you used them, or did this have to be done in the morning? Had anybody in the history of St. Paul ever had a positive experience with a roofer? What about a good Volvo mechanic? Did your 240 have that problem with the sticky parking-brake cable? And that enigmatically labelled dashboard switch that made such a satisfying Swedish click but seemed not to be connected to anything: what was that?

[Good neighbors by Jonathan Franzen]

Link | 25. 10.2009 |  

Days with my father

days with my father

Days with my father
[Sehr schönes, bewegendes, schmerzvolles, tröstendes Webprojekt, Tagebuch, Fotoblog. Via ruhepuls]

Link | 17. 10.2009 |  

All-in-1

Etwas missmutig verließ ich den Drogeriemarkt mit einer Großpackung All-in-1 Geschirr-Reiniger-Tabs. Auf der Verpackung konnte man fünf Mal “Für ein rundum perfektes Reinigungsergebnis” lesen und drei Mal das Foto einer jungen Frau sehen, die ein großes Kaffeeglas in ihren Händen hielt, nach rechts aus dem Bild hinauslächelte und eine leergeshoppte Latte-Macchiato-Stimmung ausstrahlte. Außerdem darauf zu sehen: hässliche Farbverläufe von Orange nach Rot nach Hellblau und wieder zurück, ein strahlender Edelstahltopf, ein Weinglas ohne Wasserflecken und ein von Luftblasen umsprudelter gelbweißgrüner Reinigungs-Tab. Gerade als ich mich in die Mittelmäßigkeit des Verpackungsdesigns hineinsteigern wollte und mich schon auf die Lektüre der mehrsprachigen Warnhinweise freute, fuhr ein heruntergekommen aussehender Mann auf einem Fahrrad vorbei und schimpfte auf die Bananenfabrik: Die scheiß Bananenfabrik. Die kapitalistischen Ausbeuter in der Bananenfabrik. Die werden sich noch wundern in der Bananenfabrik. Ich geh da nicht mehr hin, in die Bananenfabrik. Die sollen doch in der Bananenfabrik ihre Bananenkartons selber vollpacken. Und wie es da stinkt in der Bananenfabrik. Nach Bananenscheiße. BA-NA-NEN-SCHEI-SSE. Ich hau denen eine in die Fresse. In die Bananenhackfresse. Die scheiß Ausbeuter in der Bananenfabrik mit ihrer verdammten Bananenscheiße. Ich geh zur Polizei und mach denen den Laden dicht. Dann gibt’s keine Bananenfabrik mehr. Und keine Bananenscheiße. Die Bananenfabrik soll sterben. Die scheiß Bananenfabrik. Die kapitalistischen Ausbeuter in der Bananenfabrik. Die werden sich noch wundern in der Bananenfabrik. Ich geh da nicht mehr hin, in die Bananenfabrik. Die sollen doch ihre Bananenkartons selber vollpacken. Und wie es da stinkt in der Bananenfabrik. Nach BA-NA-NEN-SCHEI-SSE. Dann bog der Mann rechts ab und war nicht mehr zu verstehen, was auch nicht so schlimm war, denn die Hauptpunkte seiner Gesellschaftskritik hatte er mir und einer ebenfalls anwesenden Rentnerin soweit schlüssig dargelegt. Die Kombination aus geistiger Verwirrung plus Fahrrad plus Bananenfabrikproblematik gefiel mir ziemlich gut. Muss einem ja auch erst mal einfallen, so eine fiktionale Bananenfabrik als Projektionsfläche für Lebensunmut, Überdruß und allgemeinen Menschenhass. Mir fällt dazu immer nur der Besuch von Drogeriemärkten ein und das Bestehen auf Kassenbons mit ausgewiesener Mehrwertsteuer. Und die Lektüre von Warnhinweisen auf Geschirr-Reiniger-Tabs-Verpackungen: Bananenscheiße reizt die Augen. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Berührung mit den Augen vermeiden. Bei Berührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser ausspülen und Arzt konsultieren. Bei Verschlucken von Bananenscheiße sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen. Enthält Protease. Kann allergische Reaktionen hervorrufen. Restentleerte Packung zum Recycling geben. Größere Produktreste zur Problemstoffsammelstelle geben. Ich umarmte die Rentnerin, stieg auf mein Fahrrad und fuhr davon.

[erschienen in Neue Probleme #4]

Link | 13. 10.2009 |  

Kanye drawing

Conceptual sketch by Kanye West from his New Glow in the Dark Tour Book

Link | 12. 10.2009 |  

Yacht Beliefsystem

ATTENTION! When referring to the band, business, and belief system, YACHT is written with full capitalization. This is a very small, but important detail. The word “yacht” out of our capitalized context can refer to commodity fetishism and an advanced capitalist culture that YACHT has prided itself in avoiding since its conception.

This applies to both print and digital features, articles, album and performance reviews, calendar listings, blog and journal entries, photo descriptions and titles, etc. Again, YACHT is to be written in all capital letters in all instances.

YACHT: Summer Song

[Die erste Minute des Videos kann man überspringen. Das ziemlich gute Album “See Mystery Lights” ist kürzlich bei DFA erschienen. Wenn sich ein paar Songs nicht total wie Architecture in Helsinki anhören würden, wäre es sogar sehr gut.]

Link | 11. 10.2009 |  

You got the love

Florence And The Machine: You Got The Love (The XX Remix)
[via bösch]

Link | 10. 10.2009 |  

A disco discussion

Paul Morley discusses the roots and continuing influence of disco with Vince Aletti, the very first writer to cover New York’s emerging disco scene in the 70s, DJ and author Bill Brewster, and Luke Howard, DJ at London’s Horse Meat Disco.

–> Guardian

Link | 9. 10.2009 |  

Amazon and me am Ablabern

Guten Tag,
wir versuchen noch immer, den / die folgenden Artikel (Bestellnummer #303-2955108-8963559), die Sie am September 30 2009 bestellt haben, zu besorgen:

Rainald Goetz “Loslabern: Bericht. Herbst 2008”
http://www.amazon.de/gp/product/3518421123

Derzeit könen wir leider keinen Liefertermin nennen. Sobald wir ein aktuelles voraussichtliches Lieferdatum haben, werden wir Sie umgehend per E-Mail informieren.

Besteht Ihr Interesse an diesem Artikel weiter? Wir versuchen gerade, den Artikel noch für Sie zu beziehen. Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld. Wir können allerdings nicht garantieren, dass der Artikel noch erhältlich ist.

[Habe ein bisschen Angst vor dem Buch. Als ob man Gefahr liefe, volle Kanne auf einen Hype hereinzufallen. Ist man etwa so was ähnliches wie diese Leute, die sich nach der Sommerpause auf die Harald-Schmidt-Show freuen? Ist Goetz der Harald Schmidt der Literatur für Ex-Personal-Blogger, Vernissage-Gänger und Fleur-de-Sel-Fresser? Beim Abklicken durch “Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch …” leichten Selbstekel verspürt. Fast alles Kulturindustrieartikel, die man selber auch gut fand und findet. Das ist man also: ein vorhersehbarer Amazon-Algorithmus. Nur mit dem Unterschied, dass man im Gegensatz zu den anderen Käufern dieser Artikel noch immer auf Google nachschlagen muss, wie man Algorithmus richtig schreibt.]

Link | 9. 10.2009 |  

Lifeguard

Lifeguard by Daniel Petrie, USA 1976

Rick is in his 30s, but [vor allem: but] still works full-time as a lifeguard on the beaches of Los Angeles in California [will ich auch! aber nur zusammen mit Rick]. He enjoys the fun of it, but even more the silent moments [ich enjoye both, Hauptsache Sam Elliot ist ständig zu sehen]. However when he meets his divorced highschool girlfriend and her 5 years old son at their 15 years class reunion, he considers switching to a more “serious” job [ich rate davon ab, aber endlich mal vernünftig gesetzte und benutzte Anführungszeichen].

[Fühle mich bruce-weberig beim Verfassen dieses Eintrags.]

Link | 9. 10.2009 |  

While you wait for the others

Grizzly Bear: While You Wait For The Others (feat. Michael McDonald), Single B-Side

[Noch immer verliebt in Michael McDonalds Natural-Auto-Tune-Stimme.]
Interview mit Michael McDonalds
[Q: Who’s more difficult: Ed Droste or Donald Fagen?
MD: (laughs) Easily Donald Fagen… (long silence)]

Link | 7. 10.2009 |