But people always ask me

“White people have a difficult time with mixed race. It’s like, my mother’s white – she’s so Irish, she loves Ireland, she’s like, yay, Ireland! Waving the flag and singing When Irish Eyes Are Smiling. And that’s great. I appreciate that and respect it. But there’s a whole other side of me that makes me who I am and makes people uncomfortable. My father identified as a black man. No one asked him because he was clearly black. But people always ask me. If we were together, people would look at us in a really strange way. It sucked. As a little girl I had blond hair and they’d look at me, look at him, and be disgusted.”

[Interview mit Mariah Carey im Guardian]

Link | 4. 10.2009 |  

I no longer have a deep desire to share

“I’m at a point where I no longer have a deep desire to share my music with anyone, having spent many years imparting my songs to the public. Although I have great respect for the social dynamic of music — that it should be shared with others, that it brings people together — I now feel something personal is irrevocably lost in this process. Now, while I refuse to act wholly on this impulse (I refuse to take my audience for granted in spite of my mood), I’m still trying to find the value of the song in private.”

Sufjan Stevens interviewt Shannon Stephens

[Das ist eigentlich nur die Einleitung zu einer Frage, die Sufjan Stevens dann gleich noch stellt, hier aber nicht mehr steht. Aber ich fand seine Feststellung so nachvollziehbar und sympathisch. Weitere Sufjan-News: Im Dezember erscheint ein Instrumentalalbum von Sufjans Stiefvater Lowell Brams, auf dem Sufjan “Harmonium, Little Casio, Little Korg, Big Prophet, Prepared Piano, Unprepared Piano, Acoustic and Electric Guitars, Autoharp, Drums, Bass, Reedless Woodwinds, Bells, Shakers, Tambourine, Hair, Duct Tape and Keys” spielt.]

Link | 4. 10.2009 |  

Peg Journalism

You’ve often criticized “peg-driven” journalism. Why?

The “peg” is a sort of false reason for doing a story: “Let’s do a story about X because there is a movie coming out that focuses on this theme.” Or because it is “hot”, or some such blather. I’m not against a story having relevance. But I think of relevance in a somewhat broader sense than peg journalism. Relevance defined in a way that isn’t necessarily immediately apparent, or determined by the latest buzz or celebrity focus. […] When I called the peg “the self-destruction of magazine jounalism”, I meant that it has led some editors and journalists to write only the most contemporary, surface phenomena. Then magazine journalism becomes nothing more than a game with editors trying to guess what is going to be hot in thirty days, or two months. Rather than saying, “This is really exciting to me. It speaks to me. I didn’t know anything about it, and now I want to know more.”

[Interview mit Ron Rosenbaum, erschienen in “The New New Journalism“]

Link | 29. 09.2009 |  

Children of the Revolution

Marc Bolan feat. Elton John & Ringo Starr: Children of the Revolution
[Schöne Idee, wie Bolans Kopf aus Elton Johns Flügel heraussingt. Deko-Tipp 1973: Weiß, Zebra, Spiegel und dazu passende ausgestopfte Tiere. Und wo WhoMadeWho ihre Harlekin-Kostümidee herhaben, ist jetzt auch klar, aber das geben die bestimmt nicht zu.]

Link | 28. 09.2009 |  

Renoir and Monet painting, Degas walking

Ich esse Gulaschsuppe und schaue mir dabei ein paar Filmsequenzen mit Renoir, Degas und Monet an, die Sacha Guitry 1915 in Frankreich gedreht hat. Wahrscheinlich bin ich der einzige Mensch auf der Welt, der das in dieser Kombination macht. Also Gulaschsuppe essen und RenoirDegasMonet anschauen. Auf den ersten Blick sehen Renoir, Degas und Monet ungefähr gleich aus. Alte Männer mit langen weißen Bärten, die unentwegt rauchen. Renoir dirigiert etwas herrisch seinen Assistenten herum und malt eines seiner nicht ganz so schönen Spätwerke, über die Werner Spies einen schönen Artikel geschrieben hat. Degas hatte vermutlich keinen Bock, bei der Arbeit gefilmt zu werden, was ihn mir sehr sympathisch macht. Damals als alter, renommierter Künstler gefragt zu werden, ob man denn vielleicht etwas dagegen hätte, beim Malen gefilmt zu werden, entspräche heute vielleicht der Anfrage von Spiegel-TV, ob man an einer Doku-Soap teilnehmen möchte. Mit begleitendem Blog, Community-Einbindung, User-Kommentaren und tausendmaliger Internetaufforderung “Diskutieren Sie mit”. Und Monet steht in einem weißen Anzug tatsächlich an einem Seerosenteich und malt den ab, was einem heute, fast hundert Jahre später, wie das Klischee eines Klischees vorkommt.

Link | 26. 09.2009 |  

Bank of China

Die Laune, von der ich auch einmal gerne wüßte, welches Körperorgan die eigentlich produziert – Hirn und Sonnengeflecht kommen auf jeden Fall nicht in Frage – hängt heute besonders tief unten. Und dann noch das dazu stark kontrastierende Wetter. Und dann noch der Interviewtermin, der natürlich kurzfristig abgesagt wurde. Und dann noch die ebay-Zahlungsinformation für ein erstandenes elektronisches Konsumgut, das zugegebenermaßen besonders günstig war: Bitte überwiesen Sie Euro soundsoviel auf mein Konto bei der Bank of China, Beijing undsoweiter. Versand erfolgt nach Zahlungseingang. Nöklar, braucht sonst noch jemand Geld, wem darf ich was überweisen? Einfach melden.

Link | 22. 09.2009 |  

St. Simons Island

Crocshirt


“Brazilian designers Fernando and Humberto Campana have created a range of polo shirts for fashion brand Lacoste featuring shirts with arrangements of embroidered reptiles.” [#]

Link | 19. 09.2009 |  

The funniness of Harald Schmidt

Link | 18. 09.2009 |  

Residenz

Nach Fotos des alten Kölner Residenz-Kinos gesucht [das vor Jahren geschlossen werden musste, weil es plötzlich irgendwelche neuen Sicherheitsauflagen nicht mehr erfüllen konnte und seitdem leerstand. Zur Zeit wird es zum neuen Studio für die Oliver-Pocher-Show umgebaut. Und bald, wenn die Pocher-Show wieder abgesetzt wird, steht es kurz leer, bis eine Diskothek einzieht, was auch schon bei allen anderen Kölner Ringkinos der Fall war, die für die Harald-Schmidt-Show (Capitol) oder für die Stefan-Raab-Show (Theater am Rudolfplatz) zweckentfremdet wurden. Mit anderen Worten: Ich könnte kotzen.] Nach Fotos des alten Kölner Residenz-Kinos gesucht und das obige angezeigt bekommen. Ein gelbes Hotelzimmer. Ein altes Foto, was man daran erkennt, dass ein Glasaschenbecher auf dem Glastisch und eine Midi-Kompaktanlage mit Cassettendeck auf dem Beistelltisch steht. Um zu vertuschen, dass der Beistelltisch hässlich ist und billig war, wurde ein Reststück des Sofabezugstoffs darüber gelegt. Um zu vertuschen, dass das Zimmer sehr klein ist, wurde das Foto links beschnitten. Der eingerahmte Kunstdruck, rechts an der Wand, macht mich ganz krank.

Link | 17. 09.2009 |  

Neue Probleme # 4

neue probleme #4Die neue Ausgabe des Magazins Neue Probleme ist ab Freitag erhältlich. Darin unter anderem ein fiktives Interview mit Lourdes Ciccione von Marcus Bösch, ein sehr schöner Text der Brüder Goncourt [Zitat aus der Autorenbeschreibung: Die Brüder Goncourt sind 1822 und 1832 geboren und leben zur Zeit in Dortmund. Schon alleine deshalb muss man die Goncourts lieben.], ein Lexikonartikel über die Schere von Parka Lewis und mir, ein Text von Sufjan Stevens, in dem er sich über Vornamen Gedanken macht, ein Text von Mario Lasar über Prefab Sprout und noch ein Text von mir über den Kauf einer Packung Geschirr-Reiniger-Tabs. Und noch viel mehr und sieben beigelegte Farbfotos. Das Heft kann hier bestellt werden. Heftpräsentationen finden diese Woche im Kölnischen Kunstverein und in der Arty Farty Galerie in Köln statt.

Link | 16. 09.2009 |  

Emmanuel Bove sent you a message on Facebook

Emmanuel Bove (1898-1945), den ich sehr verehre, hat mir eine Facebook-Nachricht geschickt und mich über den Tod seiner Tochter Nora de Meyenbourg informiert:

“La fille d’Emmanuel Bove Nora de Meyenbourg (mai 1922 – septembre 2009), qui vient de disparaître a toujours défendu la mémoire littéraire de son père et a contribué à la sauvegarde éditoriale de son oeuvre. Elle sera inhumée jeudi à Blois où elle vivait. J’adresse mes condoléances à ses proches.”

Chez Nora, la fille de l’écrivain Emmanuel Bove
[Ich mag den Teppich und die Obstschale.]

Link | 15. 09.2009 |